Alpenüberquerung von Kitzbühel – Drei Zinnen (Komfort)

Reisebericht Kitzbühel – Drei Zinnen

Schon 2022 hatte ich (Anne von Die Bergführer) das Vergnügen, diese beeindruckende Tour von Kitzbühel zu den Drei Zinnen gemeinsam mit zwei Freundinnen zu erleben – und ich möchte Euch nun von dieser Reise berichten. Die Route, die wir gewählt haben, unterscheidet sich in einigen Abschnitten von unserer klassischen Reisebeschreibung, da es immer wieder spannende Varianten gibt, die wir uns natürlich nicht entgehen lassen wollten.

Tag 1: Anreise Kitzbühel

Da Kitzbühel nur einen Katzensprung entfernt ist, können wir den Anreisetag ganz entspannt überspringen und starten direkt mit voller Energie in den zweiten Tag.

Tag 2: Kitzbühel – Jochberg

Zugegeben, wir starten nicht gerade fit in die Tour, da wir alle am Vorabend auf einer Party waren, wir wählen also die gemütliche Variante „untenrum“. Was das bedeutet? Wir schauen uns die Berge heute überwiegend von unten an und schlendern durch kleine Dörfer, schöne Blumenwiesen, sanften Wäldern und erreichen nach gut 4 Stunden unsere erste Unterkunft in Jochberg, wo wir den Tag entspannt ausklingen lassen.

Tag 3: Jochberg – Mittersill

Obwohl diese Route durch ein Skigebiet führt und die Wege eher unspektakulär erscheinen mögen, belohnt sie die Wanderer mit atemberaubenden Weitblicken und idyllischen Almen. Besonders lohnenswert ist ein kleiner Abstecher, der es ermöglicht, den Gipfel des „Zweitausenders“ zu erklimmen – ein eindrucksvolles Ziel, das mit seiner Aussicht begeistert.

Tag 4: Mittersill – Matrei

Unsere Tour startet am Matreier Tauernhaus, das Ziel ist heute die Überschreitung vom Hintersee zur St. Pöltener Hütte und zurück zum Matreier Tauernhaus zu machen. Heute stehen für uns landschaftliche Köstlichkeiten auf dem Programm. Unter anderem die Aussicht auf die berühmte Gletscherwelt des Großvenedigers.

Tag 5: Defereggental – Villgratenertal

Heute erwartet uns ein echter Regenmarathon – unaufhörlicher Regen, trübe Sicht und kaum ein klarer Blick in die Ferne. Doch wir lassen uns die Laune nicht verderben. Denn wir wissen: Der Weg ist das Ziel, und jedes Wetter hat seinen eigenen Charme. Auch der Regen bringt eine besondere Stimmung mit sich, die die Natur in ein ganz neues Licht taucht – und so wird dieser Tag trotz allem zu einem Erlebnis.

Tag 6: Villgratnertal – Toblach

Das große Finale steht uns bevor, heute erblicken wir, wenn auch nur zum Teil die berühmt berüchtigten Drei Zinnen. Der Himmel ist immer noch sehr verhangen, lässt aber dennoch einige Blicke in die umliegende Bergwelt erhaschen. Auch für diese Etappe laufen wir etwas anders, als in unserer aktuellen Reisebeschreibung. Denn wir übernachten heute direkt in Toblach, nicht auf der Dreischusterhütte.

Tag 7: Heimreise

Der heutige Tag erfüllt uns mit einer leichten Wehmut, während wir in den Erinnerungen der letzten Tage schwelgen. Wie gerne würden wir noch weiter die klare Höhenluft genießen und den Moment in den Bergen verlängern, doch alles hat nun einmal ein Ende. Aber kein Grund zur Traurigkeit – nach dem Urlaub ist vor dem Urlaub, und schon bald warten neue Abenteuer auf uns.

FAZIT: 

Die Reise war eine tolle Mischung aus beeindruckenden Landschaften und besonderen Erlebnissen. Nach einer entspannten Anreise startete die Wanderung durch malerische Dörfer und weite Blumenwiesen. Höhepunkte waren der Abstecher zum „Zweitausender“ und die beeindruckende Bergwelt der Drei Zinnen. Trotz des etwas trüben Wetters an einigen Tagen konnte ich die Natur in all ihren Facetten genießen. Am letzten Tag war ich etwas wehmütig, aber die Vorfreude auf kommende Abenteuer war ebenfalls groß.